Bockmog

Der Unimog und unser schönes Restleben

Samstag 26. April // Nho Sao Filipe

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Die Stadt scheint aufgrund des Festes in Aufruhr und bei einem Strandspaziergang gibt es heute morgen eine einheimische Gaudi mit Fischerbooten besetzt mit 4-5 Mann, die um irgendwelche Bojen fahren und auf der Stadtmauer stehen hunderte Menschen die dabei zusehen. Einen Sinn oder die Regeln können wir leider nicht erkennen. Viele Kinder spielen und turnen am Strand und Pferde, die wohl beim Rennen mitlaufen werden oder gelaufen sind, werden dort zum Wälzen und Baden hingebracht. Ein tolles Bild Schimmel oder Apfelschimmel auf dem schwarzen Lavasand die nervös tänzeln.

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Freitag 25. April // Fogo light

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Wir entscheiden uns dann eben für eine komplett tourihafte Inselrundfahrt und der nette Fahrer von gestern macht ebensolche mit uns, zeigt und die Kaffeefelder (die ich mir irgendwie spektaukulärer vorgestellt habe) und die sonstige Sehenswürdigkeiten der Insel, die längst nicht den rauhen Charme des Nordens der Kap Verden hat und irgendwie auf uns ein bisschen seelenlos mit großem Einfluss amerkianischer Emigranten, die auch gerade alle zu einem großen Inselfest, dem größten der Kap Verden hier einpilgern. Mit uns fliegen jede Menge aus Boston angereiste und überall glitzert es und qietscht rosa Barbietum heraus, merkwürdige Mitbringsel wie Elektrogrills, dazu alle möglichen Hifi-Geräte und viel viel Wiskey werden in tausend Taschen im Handpäck geschleppt.

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Mittwoch-Samstag 23.-26.April - Abreise nach Fogo

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Abreisetag, doof … die Trennung von Tarrafal fällt schwer. Ich kann mir kaum vorstellen nochmal etwas so entspanntes zu finden und alles was jetzt kommt wird es schwer haben. Vor allem die Residencia, war man doch im Mar Tranquilidade. bereits nach ein paar Stunden „zuhause“. Aber wir wollen noch auf den Vulkan und als Kaffeejunkie muss der Fahrer nat. die Plantagen sehen wo einer der besten Kaffee’s herkommt. Ausserdem soll der Vulkanwein toll sein, mit 50.000 Litern im Jahr auch recht rar und und und … Es zieht uns weiter.

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Montag +Dienstag 21.-22. April // I´m walking

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Wieder ein Ruhe- und Strandtag mit Lesen und entspannen. Mittlerweile bricht auch in dem kleinen Dörfchen hier, wir nennen es liebevoll der Massentourismus aus. Einige weitere Gäste sind hinzugekommen, nicht so, dass es schlimm störend ist und dennoch, die Einsamkeit ist ein bisschen dahin und weicht einem netten unkomplizierten Miteinander und dem Austauschen von Geschichten und Erfahrungen.

Wir haben uns mittlerweile an den Lebensrythmus gewöhnt, wissen wenn der Hahn um 4 kräht, dass wir uns beruhigt nochmal umdrehen können und schaffen es dann auch weiter zu schlafen während draussen langsam das Leben erwacht. Es soll aber (leider) unser letzter Tag werden. Mit einem längeren Anruf in Deutschland bei der portugisischen Airline konnte das Chaos was der Kollege im Office in Mindelo mangels Sprachverständnis angerichtet hat wieder in Ordnung gebracht werden und morgen fahren wir zuück nach Porto Novo – Sao Vincente (Mindelo) mit der Fähre und fliegen dann 22.20h nach Praia.

Eine kurze Nacht auf dem Flughafen werden wir in Kauf nehmen müssen um dann am Morgen 7.20h nach Fogo zu fliegen. So schön und entspannt wie es hier ist, fällt es ein bisschen schwer der Verlockung zu widerstehen hier zu bleiben und einfach die Seele baumeln zu lassen. Doch zieht es und dann doch irgendwie schon zum Vulkan und wir reisen ab.

Mittwoch 21. April

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Gestern haben wir die schönste kleine Wanderung, die nicht ob der vielen Auf- und Abstiege sondern vor Allem wegen der Hitze doch anstrengend ist. trotz 5 Litern Wasser im Gepäck fühle ich mich wie eine tropfende Rosine in der bratenden Sonne.

Eigentlich sind wir in der „Zeit der Winde“ (Tempo de Brisas) von Oktober bis Juli unterwegs doch dieser Teil der Insel ist geschützt. Auf der anderen Seite der Berge herrscht aktuell Sturm, wie uns Bernd erzählt und die Überfahrt kostet durch den Kanal im Moment einige Opfer der Seekrankheit (sind die Brechtüten dann also doch berechtigt). Die andere Jahreszeit ist die „Tempo de Chuvas“ - Regenzeit, beiden Zeiten dem Rhythmus der Wendekreise folgend. Zum Wandern ist es ab März, April ideal hier.
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Sonntag 20. April // Waschtag

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Heute wird ein ganz ruhiger Tag. Unser sportlicher Ehrgeiz hält sich in Grenzen und wir beschliessen einen „Lauen“ zu machen. Versuchen es nach dem frühstück nochmal mit Schorcheln am Lavastrand vor dem Haus, doch so wie gestern Abend sind die Wellen zu heftig und wirbeln den Sand so auf, dass wir nicht durch das trübe Wasser sehen können.

Nach einer Trockenpause zieht es uns in den Schatten und wir beschliessen großen Waschtag zu machen. Klappt hinsichtlich der Sauberkeit gut, ist anstrengend und ich bin froh, dass wir so zuhause keine Weisswäsche machen müssen. Doch die Laken und Handtücher der Dorfbewohner die draussen hängen sind wirklich erstaunlich weiss.

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Samstag 19.April // Grüne Oase

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Am nächsten Morgen beginnt der Tag wieder sehr früh. Den Fahrer zerreist es über Nacht, möglicherweise der große Schluck Meerwasser, aber nichts desto trotz machen wir uns für einen leichten 3 stündigen Spaziergang auf in die Oase, wo über Generationen ein kleines Wunder an sorgfältig gemauerten Terassen und Bewässerungsanlagen entstanden ist, mit gemauerten Leitungen von Bassin zu Bassin.

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Freitag, 18. April // Kikeriki

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Der erste Abend im Paradies geht mit einem, wie wir feststellen werden schönen allabendlichen Ritual zuende. Man trifft sich zum Sonnenuntergang auf der kleinen gemauerten Veranda vor der Residencia wo eine scharfe Mixtur aus Saft, Früchten und viel viel Croque (heimischer Zuckerrohrschnaps) bereit steht, und bewundert während vom Meer die Fischer zurückkehren, den Sonnenuntergang. Wunderschön. Wenn die Frauen dann klingeln ist es Zeit für ein superleckeres Abendessen. Todmüde und glücklich und ehrlich gesagt auch ziemlich erheitert fallen wir früh ins Bett. Zeit ist hier und generell im Urlaub etwas völlig Unbedeutendes.

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